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CB & AFU-Funk   Modulationsarten
26.04.2013 von Beetlejuice

Modulationsarten (FM / AM / SSB)  
 
Will man elektronische Signale übertragen, muss man sie modulieren. Modulation ist die Veränderung einer gleichmäßigen elektromagnetischen Schwingung. Dabei wird die gleichmäßige elektromagnetische Schwingung Trägerfrequenz genannt. Sie wird den Tonhöhen und Lautstärken entsprechend verändert; der Fachmann sagt, die “Information wird aufmoduliert”. Die Trägerfrequenz muss dem Empfänger bekannt sein; anders ausgedrückt stellt sich der Empfänger auf eine bestimmte Frequenz ein. Der Empfänger gewinnt die ursprüngliche Information (die Töne) zurück, indem er die Trägerfrequenz vom Empfangssignal differenziert. Die gebräuchlichsten Modulationsarten sind die Amplitudenmodulation und die
Frequenzmodulation .
Quelle:
- Kolloquium Videotechnik Prof. Axel Hartz, Hochschule der Medien (HDM), Stuttgart 2000.
 

   


 

  FM - FrequenzModulation
  Bei der Frequenzmodulation (FM) wird die Frequenz (die Häufigkeit) der Trägerschwingung dem zu übertragenden Signal (dem Ton oder Bild) entsprechend erhöht oder erniedrigt. Ist das Originalsignal laut, erhöht sich die Frequenz und andersrum. Bei der Frequenzmodulation sind die Trägerfrequenzen im Vergleich zur
Amplitudenmodulation (AM) sehr groß. Ein frequenzmoduliertes Signal ist wenig störanfällig, da umweltbedingte Signalstörungen (Gebäude, Berge, Bäume oder Witterung) in erster Linie die Amplituden (die Ausschläge) und nicht die Frequenzen eines Signals beeinflussen. Allerdings besitzen die hohen Trägerfrequenzen nur kleine Wellen, die schnell von Hindernissen (Gebäude, Berge oder Bäume) geschwächt werden. Daher ist die Reichweite von frequenzmodulierten Signalen nicht sehr hoch. Die Tonqualität von FM im Vergleich zu AM ist hörbar besser. Im Rundfunk werden die Sendungen im Bereich der Ultrakurzwelle frequenzmoduliert. Dabei liegen die Trägerfrequenzen zwischen 84 und 108 MHz. 

Quelle:
- Kolloquium Videotechnik Prof. Axel Hartz, Hochschule der Medien (HDM), Stuttgart 2000.
 


 

  AM - AmplitudenModulation
  Bei der Amplitudenmodulation (AM) wird die Amplitude (der Ausschlag) der Trägerschwingung entsprechend dem zu übertragendem Signal (Töne oder Bilder) vergrößert oder verkleinert. Ein amplitudenmoduliertes Signal kann weite Strecken zurücklegen, weil die im Vergleich zur Frequenzmodulation (FM)
relativ kleinen Trägerfrequenzen lange Wellen besitzen. Diese können Hindernisse (Gebäude, Berge oder Bäume) leicht umgehen und werden nicht von ihnen geschwächt. Allerdings ist ein amplitudenmoduliertes Signal störanfällig, da umweltbedingte Signalstörungen (Witterung, Gebäude, Berge oder Bäume) in erster Linie die Amplituden eines Signals beeinflussen. Deshalb ist die Tonqualität von AM gegenüber FM hörbar schlechter. Im Rundfunk werden Sendungen im Bereich der Mittelwelle und Kurzwelle amplitudenmoduliert. Dabei liegen die Trägerfrequenzen der Mittelwelle zwischen 300 und 1650 KHz und die Trägerfrequenzen der Kurzwelle zwischen 3 und 30 MHz. 

Quelle:
- Kolloquium Videotechnik Prof. Axel Hartz, Hochschule der Medien (HDM), Stuttgart 2000.
 


 

 

  SSB - Single Side Band
(Quelle: stabo Elektronik GmbH )
  SSB ist die Abkürzung des englischen “Single Side Band” und bedeutet Einseitenband-Modulation.
USB = Upper Side Band (Oberes Seitenband), LSB = Lower Side Band (Unteres Seitenband)

Es handelt sich dabei, vereinfacht ausgedrückt, um ein AM-Signal, dessen Träger und zweites Seitenband unterdrückt werden. Dadurch ist seine Bandbreite deutlich geringer und seine Reichweite bei gleicher Sendeleistung deutlich größer als bei AM oder FM.
Im Amateurfunk ist SSB daher die meistgenutzte Sprechfunk-Übertragungsart für Weitverbindungen (DX). Um gut verständliche Signale zu bekommen müssen Sende- und Empfangsfrequenz sehr genau übereinstimmen, weshalb ein reiner Kanalbetrieb problematisch ist. Meist muss der Empfänger mit Hilfe eines “Clarifiers” feinabgestimmt werden.
 




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